Was

Wir planen den Erwerb eines Baugrundstücks mit alten Bestandsgebäuden in der Nähe von Buxtehude sowie die Pacht von umliegenden Garten- und Ackerflächen. Auf diesem Grundstück wollen wir Wohngebäude errichten und einen lebendigen, nach ökologisch sinnvollen Kriterien gestalteten Garten anlegen. Zudem soll es die Möglichkeit geben im Wohnprojekt einer Erwerbsarbeit nachzugehen. Daher planen wir u.a. die Einrichtung von Praxis- und Bewegungsräumen sowie Werkstätten. Ein sehr wichtiges Anliegen ist uns außerdem der Aufbau einer Solidarischen Landwirtschaft, welche die Bewohner*innen und Anteilsnehmer*innen mit regionalen und biologisch erzeugten Lebensmitteln versorgt.

Wie wollen wir zusammenleben?

Wir möchten eine Gemeinschaft sein, die von Lebendigkeit und Weiterentwicklung – individuell und gruppenbezogen – geprägt ist. Das bedeutet für uns auch gemeinsam zu lachen, zu feiern und zu spielen. Wir streben eine stabile Balance zwischen Ernsthaftigkeit und Leichtigkeit an, denn das Wohlbefinden in der Gruppe und tragfähige Beziehungen untereinander sind die Basis für ein langfristiges Gelingen unseres Projektes. Eine wertschätzende Kommunikation und der selbstverantwortliche Umgang mit Konflikten sind dabei ein wesentlicher Bestandteil unseres Selbstverständnisses.

Wir verzichten auf Dogmen und verbinden uns mit unseren Mitmenschen ohne zu bewerten. Wichtig sind uns ein achtsamer Umgang, Wahrhaftigkeit, Gewaltlosigkeit und Verbindlichkeit. Jeder trägt Verantwortung für sich und die Gemeinschaft.

Wir möchten uns im Alltag gegenseitig entlasten, indem wir uns z.B. die Betreuung der Kinder teilen, gemeinsam kochen, Fahrgemeinschaften bilden usw. Gemeinsam wollen wir Leben begrüßen und Leben verabschieden. Unsere Entscheidungen werden weitestgehend im Konsens getroffen bzw. Einigungen mittels des „Systemischem Konsensierens“ erzielt.

Wir sehen unser „Dorf“ aber nicht als isolierte Gemeinschaft, sondern möchten eine Keimzelle für gemeinschaftliches Lebens sein, die über unser Wohnprojekt hinaus für andere Menschen hilfreich, inspirierend und bereichernd ist. Wir möchten ressourcenschonend und umweltverträglich leben und produzieren sowie einen lebendigen Ort für öffentliche, kulturelle und soziale Begegnungen entstehen lassen. Zu diesem Zweck haben wir den Kulturverein „Umme Ecke e.V.“ gegründet.

Rechtsform und Finanzierung

Wir streben ein solidarisches Finanzierungsmodell an, das Menschen mit und ohne eigenem Kapital den Zugang zum Projekt ermöglicht. Aus diesem Grund gehen wir derzeit wichtige Schritte in Richtung der Gründung einer Genossenschaft.

Bei der Finanzierung setzen wir auf eine Kombination aus langfristigen Darlehen, öffentlicher Förderung und Eigenkapital. Menschen, die ins Projekt einsteigen möchten, müssen Genossenschaftsanteile im Wert von mindestens 30.000 Euro pro erwachsener Person erwerben. Die Mieten werden leider eher höher ausfallen und mit Hamburger Mietpreisen vergleichbar sein. Darüber hinaus laden wir jede*n Interessierte*n ein, uns über Direktkredite bei der Finanzierung unserer Vision zu unterstützen und sein/ihr Kapital im guten Sinne arbeiten zu lassen.

Bauweise

Zum jetzigen Zeitpunkt sind wir verschiedenen Baustilen gegenüber aufgeschlossen, erst im weiteren Planungsprozess wird sich herausstellen können, welche Bauweise sowohl kostengünstig, zweckmäßig, als auch ökologisch nachhaltig ist. Da mehrere kleinere Gebäude viel Fläche verbrauchen und in der Errichtung insgesamt teurer sind, werden wir vermutlich drei bis vier größere Mehrfamilienhäuser in ökologischer und energieeffizienter Bauweise mit unterschiedlich großen Wohnungen planen. Weitere Elemente sollen z.B. ein großer Gemeinschaftsraum mit Küche, ein Gästezimmer, ein Atelier, eine Werkstatt, ein Sportraum und ein Proberaum sein.

Momentan sind wir mit verschiedenen baubetreuenden Unternehmen im Gespräch und wollen uns in Kürze für eines entscheiden.